Wie eine US-Behörde und westliche Medien einen Hamas-Führer zum Soldatenmörder machten - Die-Yahya-Sinwar-Fake-News
Eine Fake-News des US-Außenministeriums. Übernommen von BBC, CNN, Reuters, dem Spiegel und über einem Dutzend weiterer westlicher Medien. Widerlegt durch die Akten derer, die es wissen müssen: Israel.

Am 18. September 2015 veröffentlichte das US-Außenministerium eine routinemäßige Pressemitteilung. [1]
Yahya Sinwar, ein Hamas-Funktionär, wurde als „Specially Designated Global Terrorist” gelistet. Die Begründung war knapp: „Sinwar verbüßte vier lebenslange Haftstrafen für die Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten in den späten 1980er Jahren.”
BBC übernahm die Behauptung. [2] CNN übernahm sie. [3] Reuters, [4] The Guardian, [5] NBC News. [6] Jede große englischsprachige Nachrichtenagentur übernahm sie.
Es gibt nur ein Problem mit der Behauptung des US-Außenministeriums.
Sie ist eine Falschbehauptung.
Am 15. Februar 2017 fügte ein Editor namens Bejnar die Behauptung in die englische Wikipedia ein. [8] 53.000 Bearbeitungen, Autopatrolled-Status. Er zitierte die Washington Post [7] und das Außenministerium. Niemand widersprach.
Von dort aus eroberte die Falschbehauptung die Welt. Die spanische Wikipedia übernahm sie. Die italienische, portugiesische, türkische, französische. 14 von 21 Sprachversionen. Die tschechische Version vermerkt sogar explizit: „übersetzt aus der englischen Wikipedia.” Sie übersetzte den Fehler gleich mit.
Wer hat es richtig? Die Sprachen mit eigenen Quellen. Die hebräische Wikipedia beschreibt die Verurteilung korrekt: Mord an vier Palästinensern. Die arabische ebenso. Die niederländische, die deutsche. [9]
Die hebräische ist die präziseste. Sie trennt klar zwischen zwei getrennten Urteilen: der Verurteilung wegen Mordes an vier Palästinensern (1989, vier lebenslange Haftstrafen) und einer späteren Verurteilung wegen Verschwörung zur Entführung von Soldaten aus dem Gefängnis heraus (circa 2001, 35 Jahre Haft per Plea Deal). [10] Zwei verschiedene Fälle. Zwei verschiedene Jahrzehnte. Diese Unterscheidung ging in 14 Sprachversionen verloren. Aus zwei getrennten Urteilen wurde eines. Aus Verschwörung wurde Mord. Aus Planung aus einer Zelle heraus wurde persönliche Tat.
Die deutsche Wikipedia hatte die Falschinformation nie. Ihr Artikel wurde erst am 11. Oktober 2023 angelegt, vier Tage nach dem Massaker. Von Anfang an korrekt. [9]
Die deutschsprachigen Medien dagegen nicht.
Spiegel, Zeit, Süddeutsche, Bild, Welt, Tagesschau, ZDF, n-tv, t-online, Stern, Tagesspiegel, NZZ, SRF. Sie alle verbreiteten die Falschbehauptung. Die Deutsche Presse-Agentur hatte eine fehlerhafte Standardbiografie als Textbaustein geliefert: „wegen des Mordes an vier mutmaßlichen Kollaborateuren und zwei israelischen Soldaten.” Fast wortgleich, bei über einem Dutzend Medien. [11] [12] [13] [14]
Manche gingen weiter. Der Spiegel schrieb in vier Artikeln nur von der „Tötung zweier israelischer Soldaten”. [15] [16] [17] [18] Ohne die palästinensischen Opfer überhaupt zu erwähnen. Die Zeit schrieb 2017 von einer Beteiligung an der Nachshon-Waxman-Entführung von 1994. [19] Eine weitere Falschbehauptung — Sinwar saß seit 1988 im Gefängnis und konnte 1994 an nichts beteiligt gewesen sein.
Ein einziges deutsches Medium korrigierte. Focus schrieb am 17. Oktober 2024: „1989 wurde er zu mehreren lebenslangen Haftstrafen verurteilt, jedoch nicht wegen der Tötung von Israelis, sondern von Palästinensern.” [20] Ein Satz. In einem Gastbeitrag. Unter 34 falschen Artikeln der größten deutschen Redaktionen.
Das Muster ist eindeutig. Je weiter eine Sprache von den Primärquellen entfernt ist, desto wahrscheinlicher übernahm sie die Falschbehauptung aus dem Englischen. Je näher an der Region, desto genauer die Darstellung. Die deutsche Wikipedia wusste es besser als der Spiegel.
Die Chronologie
Im Januar 1988 wurde Yahya Sinwar vom Shin Bet in Khan Younis verhaftet. [21] Er war 26 Jahre alt, ein aufsteigender Stern in der gerade gegründeten Hamas, bekannt für seine Brutalität bei der Jagd auf palästinensische Kollaborateure.
Am 16. Februar 1989 wurde der israelische Soldat Avi Sasportas auf dem Weg zu seiner Basis entführt und ermordet. [22]
Am 3. Mai 1989 wurde der israelische Soldat Ilan Saadon in der Nähe von Ashkelon entführt und getötet. [23]
Die Daten sind entscheidend.
Sinwar saß bereits über ein Jahr im Gefängnis, als die Soldaten starben. Er saß in einer Zelle im Nafcha-Gefängnis, bewacht von israelischen Wärtern.
Er konnte diese Männer nicht getötet haben. Es ist physisch unmöglich.
Wer die Soldaten wirklich tötete
Ronen Bergman dokumentierte in seinem Buch „Rise and Kill First”, was tatsächlich geschah. [24] Bergman führte für dieses Buch über 1.000 Interviews mit israelischen Geheimdienstlern. Er hatte Zugang zu Quellen, die sonst verschlossen blieben.
Nachdem der israelische Geheimdienst die Führungskader Salah Shehade und Yahya Sinwar gefasst hatte, gründete Hamas eine neue Einheit, angeführt von Mahmoud al-Mabhouh. Mit dem klaren Auftrag, israelische Soldaten zu entführen. [24]
Hamas musste eine neue Einheit gründen, weil Sinwar nicht verfügbar war. Er war im Gefängnis.
Al-Mabhouh gestand die Morde selbst. Kurz vor seiner Ermordung durch den Mossad am 19. Januar 2010 in Dubai wurde zuvor aufgezeichnetes Interviewmaterial ausgestrahlt, in dem er die Operationen im Detail beschrieb. [25] Wie er sich als orthodoxer Jude verkleidet hatte. Wie er am 16. Februar 1989 Sasportas erschoss. Wie er am 3. Mai 1989 Saadon tötete.
Was in Sinwars Akte wirklich steht
Das Verhörprotokoll von Sinwar existiert. Zehn Seiten. Es liegt in den Archiven des israelischen Obersten Gerichtshofs. [26]
Der pensionierte Präsident des Gerichtshofs, Meir Shamgar, verwendete es in einem Urteil über die Zerstörung des Hauses von Sinwars Familie. Er schrieb über die Verbrechen des jungen Mannes:
„Die Schwere von Yahyas Handlungen, der mit seinen eigenen Händen Menschen zu Tode würgte, die verdächtigt wurden, mit den Behörden zu kooperieren.” [26]
Keine Erwähnung von Soldaten. Nur palästinensische Kollaborateure.
Israel Hayom, eine der größten israelischen Zeitungen und dem Likud nahestehend, veröffentlichte am 16. Oktober 2024 einen ausführlichen Artikel über Sinwars Verhör. [26] Die Zeitung benannte seine Opfer namentlich: Rasmi Salim, den er mit einem Lappen erstickte. Adnan Safur, den er mit einer Keffiyeh erwürgte. Fathi Issa, dem er die Kehle zudrückte, bis sein Herz versagte. Hussein al-Sir, den er erschoss.
Der Artikel erwähnt keine israelischen Soldaten. Sinwars Opfer waren allesamt Palästinenser.
„Er war im Gefängnis für Mord an Palästinensern, nicht Juden”
Im Mai 2024 gab Emi Palmor dem Jewish Insider ein Interview. [27]
Palmor war kein Außenseiter. Sie war Mitglied des israelischen Verhandlungsteams für den Shalit-Deal 2011, der Sinwar aus dem Gefängnis holte. Fünf Jahre lang. Länger als jeder andere. Sie kannte jeden Gefangenen auf der Liste, jeden Streitpunkt, jede Entscheidung. [27]
Ihre Worte waren unmissverständlich:
„Viele Leute wissen das nicht, aber Sinwars Spitzname ist ‚der Schlächter von Khan Younis’, weil er für seine Grausamkeit gegenüber den Palästinensern bekannt war. Er war im israelischen Gefängnis, weil er Palästinenser ermordet hatte, nicht Juden.” [27]
Sie erklärte, warum niemand gegen seine Freilassung protestiert hatte:
„Es gab keine Familien, die damals, 2011, sagten: ‚Lasst nicht den Mann frei, der unseren Vater ermordet hat’ – was die klassische israelische Reaktion ist.” [27]
Weil er keine Israelis getötet hatte. Nur Palästinenser.
Palmor beschrieb, wie der Shin Bet „auf den Hinterbeinen stand”, um die Freilassung von Terroristen zu verhindern, die Israelis ermordet hatten. Sinwar gehörte nicht zu dieser Kategorie. [27]
Die zweite Akte
Es gibt ein Detail, das die Geschichte komplizierter macht. Aber nicht in die Richtung, die man erwarten würde.
1997 bekam Sinwar einen neuen Zellengenossen: Mohammed Sharatha, einen Hamas-Kommandeur, der selbst wegen der Beteiligung an der Entführung und Tötung israelischer Soldaten einsaß. [28] Sharatha war niedergeschlagen. Seine Schwester in Gaza hatte eine außereheliche Affäre. Sinwar half: Er ließ eine Nachricht an seinen Bruder Mohammed nach Gaza schmuggeln. Sharathas Schwester wurde kurz darauf tot aufgefunden. [28]
Das Vertrauen zwischen den beiden war danach grenzenlos.
1998 schmiedeten Sinwar und Sharatha einen Plan. Sie würden einen israelischen Soldaten entführen lassen, ihn über die ägyptische Grenze schmuggeln und die Freilassung von mindestens 400 Gefangenen fordern. Sinwar schmuggelte eine Nachricht an Sheikh Ahmed Yassin nach Gaza. Er bat um seinen Segen und um 150.000 Dollar. Yassin genehmigte beides. [28]
Der Plan flog auf, als Sharathas Bruder Abd al-Aziz an der ägyptischen Grenze verhaftet wurde. Am 8. Februar 1999 wurde Sinwar verhört. Sechs Seiten, handschriftlich auf Hebräisch, aufgenommen von Sergeant David Cohen. Er gestand. [28]
Strafverfahren 160/99, Militärgericht Gaza. Plea Deal. 35 Jahre Haft, davon 25 kumulativ. Ohne Beweisverfahren. [10] [29]
Die Anklage: „Kontakt mit anderen aus dem Gefängnis und außerhalb, um IDF-Soldaten zu entführen, alles um die Freilassung von Hamas-Gefangenen zu bewirken.” [29]
Sinwars eigene Worte aus dem Verhör: „Soldaten waren schon vorher entführt und getötet worden, und es wurde nichts dafür gewonnen.” [28] Deshalb die Innovation: Den Soldaten nicht töten, sondern über die Grenze schaffen.
Das ist keine Kleinigkeit. Aber es ändert nichts an der Falschbehauptung.
Die Behauptung des US-Außenministeriums lautet nicht: „Sinwar plante aus dem Gefängnis heraus Entführungen.” Sie lautet: „Sinwar verbüßte vier lebenslange Haftstrafen für die Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten.” Seine vier lebenslangen Haftstrafen waren für den Mord an vier Palästinensern. Die zweite Verurteilung kam über ein Jahrzehnt später, betraf einen gescheiterten Plan von 1998, nicht die Soldatenmorde von 1989, und wurde per Plea Deal abgehandelt. Palmors Einschätzung steht: Er saß wegen Palästinensern ein, nicht wegen Juden. [27] Keine israelische Familie protestierte gegen seine Freilassung.
Und der Plan, der 1998 scheiterte? Er wurde 2006 Wirklichkeit. Sinwars Bruder Mohammed entführte den israelischen Soldaten Gilad Shalit über einen Tunnel aus Gaza. [30] 1.027 Gefangene kamen im Austausch für ihn frei. [30] Darunter: Yahya Sinwar.
Wie eine Falschinformation die Welt erobert
Fassen wir zusammen.
Die israelischen Gerichtsakten sagen: Mord an palästinensischen Kollaborateuren. [26] Israel Hayom sagt dasselbe. [26] Ronen Bergman, basierend auf 1.000 Interviews, sagt: Die Soldaten wurden von einer anderen Einheit getötet. [24] Der tatsächliche Mörder gestand vor laufender Kamera. [25] Die israelische Verhandlungsführerin sagt: „für Mord an Palästinensern, nicht Juden.” [27] Die Chronologie beweist: Er saß im Gefängnis, als die Soldaten starben.
Und trotzdem steht in der offiziellen Terroristen-Designation des US-Außenministeriums: „Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten.” [1]
Woher das US-Außenministerium diese fehlerhafte Information übernahm, ist nicht rekonstruierbar. Die Designation-Prozesse sind klassifiziert. Entscheidend ist: Die korrekte Information war während des gesamten Zeitraums in öffentlich zugänglichen israelischen Quellen verfügbar.
Alle Quellen in diesem Artikel stammen aus israelischen Primärquellen, internationalen Gerichtsarchiven und westlichen Medien. Keine einzige palästinensische oder arabische Quelle wurde für die zentralen Behauptungen herangezogen.
Quellen
[1] U.S. Department of State, „Amendments to the Terrorist Designations of Yahya Sinwar”, 18. September 2015. URL: https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2015/09/246686.htm (Häufig offline)
Archive: https://web.archive.org/web/20231227091219/https://2009-2017.state.gov/r/pa/prs/ps/2015/09/246686.htm
[2] BBC News, „Who is Yahya Sinwar, the Hamas leader in Gaza?”, 2024. URL: https://www.bbc.com/news/world-middle-east-67473719 — Zitat: „In 1988, Sinwar allegedly planned the abduction and killing of two Israeli soldiers.” Sowie: BBC News, Oktober 2024. URL: https://www.bbc.com/news/articles/c1wex26nl61o — Zitat: „He was sentenced to four life terms in 1988 for planning the abduction and murder of two Israeli soldiers and the murder of four Palestinians.”
[3] CNN, „Yahya Sinwar, Hamas leader and architect of October 7 attack, is killed”, 17. Oktober 2024. URL: https://www.cnn.com/2024/10/17/middleeast/yahya-sinwar-hamas-leader-killed-intl/index.html — Zitat: „accused of orchestrating the murder of two Israeli soldiers and four Palestinians.” Sowie: CNN, 20. Juni 2024. URL: https://www.cnn.com/2024/06/20/middleeast/israeli-dentist-hamas-yahya-sinwar-intl/index.html — Zitat: „sentenced to four life sentences in Israel for the abduction and killing of two Israeli soldiers.”
[4] Reuters, „Yahya Sinwar, Hamas leader committed to eradicating Israel, is dead”, 17. Oktober 2024. URL: https://www.reuters.com/world/middle-east/yahya-sinwar-hamas-leader-committed-eradicating-israel-is-dead-2024-10-17/ Sowie: Reuters, 1. Dezember 2023. URL: https://www.reuters.com/world/middle-east/hiding-plain-sight-hamas-leader-sinwar-plotted-destruction-2023-12-01/
[5] The Guardian, „Israeli military says it may have killed Hamas leader Yahya Sinwar”, 17. Oktober 2024. URL: https://www.theguardian.com/world/2024/oct/17/israeli-military-says-it-may-have-killed-hamas-leader-yahya-sinwar — Zitat: „sentenced to four life sentences for the abduction and killing of two Israeli soldiers and four Palestinians.” Sowie: The Guardian, Nachruf, 18. Oktober 2024. URL: https://www.theguardian.com/world/2024/oct/18/yahya-sinwar-obituary
[6] NBC News, „Yahya Sinwar, architect of Oct. 7 terror attacks on Israel, confirmed killed”, Oktober 2024. URL: https://www.nbcnews.com/news/world/yahya-sinwar-architect-oct-7-terror-attacks-israel-confirmed-killed-rcna152120 — Zitat: „sentenced to four life terms for offenses that included the killing of two Israeli soldiers.”
[7] Washington Post, „Hamas names hard-liner as its new political leader in Gaza”, 13. Februar 2017. URL: https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/hamas-names-hard-liner-as-its-new-political-leader-in-gaza-/2017/02/13/b4e31518-f1f6-11e6-9fb1-2d8f3fc9c0ed_story.html — Zitat: „sentenced to multiple life terms for his role as the mastermind in the abduction and killing of two Israeli soldiers.” Archiv: https://web.archive.org/web/20170215201209/https://www.washingtonpost.com/world/middle_east/hamas-names-hard-liner-as-its-new-political-leader-in-gaza-/2017/02/13/b4e31518-f1f6-11e6-9fb1-2d8f3fc9c0ed_story.html
[8] Wikipedia-Edit von Bejnar, 15. Februar 2017, 05:22 UTC. Edit-Summary: „more on prison”. Diff-Link: https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Yahya_Sinwar&diff=765573897&oldid=765569625 — Hinzugefügter Text: „In 1988, he masterminded in the abduction and killing of two Israeli soldiers, was arrested, convicted of murder, and sentenced to multiple 30 year terms.” Quelle im Edit: Washington Post (Balousha/Booth).
[9] Deutsche Wikipedia, Artikel „Yahya Sinwar”, angelegt am 11. Oktober 2023. Korrekte Darstellung: Verurteilung wegen Mordes an vier Palästinensern. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Yahya_Sinwar — Niederländische Wikipedia ebenfalls korrekt: „tot vier keer levenslang veroordeeld wegens moord op vier Palestijnen die hij verdacht van collaboratie.” URL: https://nl.wikipedia.org/wiki/Yahya_Sinwar
[10] Begnadigungsdokument, unterzeichnet von Präsident Shimon Peres und Justizminister Yaakov Neeman, 17. Oktober 2011. Veröffentlicht von Globes aus Sinwars Begnadigungsakte, Juni 2024. Originaltext: „ארבעה מאסרי עולם מצטברים [...] וכן את העונש של 35 שנות מאסר, מהן 25 לריצוי במצטבר.” URL: https://www.globes.co.il/news/sparticle.aspx?did=1001480968
[11] Stern, „Jihia al-Sinwar: ‚Schlächter von Chan Junis’ — Israel will Hamas-Chef töten”, 16. November 2023. URL: https://www.stern.de/politik/ausland/jihia-al-sinwar---schlaechter-von-chan-junis---israel-will-hamas-chef-toeten-34204126.html — Zitat: „Wegen des Mordes an vier mutmaßlichen Kollaborateuren und zwei israelischen Soldaten wurde Sinwar 1988 von Israel verurteilt.”
[12] t-online, „‚Schlächter von Chan Junis’: Israel will Hamas-Chef töten”, 17. November 2023. URL: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_100282672/-schlaechter-von-chan-junis-israel-will-hamas-chef-toeten.html — Identischer dpa-Textbaustein.
[13] Focus, „Der Hamas-Chef, den Israel töten will: Er hat im Gefängnis jemanden geköpft”, 18. November 2023. URL: https://www.focus.de/politik/ausland/jihia-al-sinwar-der-hamas-chef-den-israel-toeten-will-er-hat-im-gefaengnis-jemanden-gekoepft_id_246835305.html — Identischer dpa-Textbaustein.
[14] Tagesspiegel, „Israelischer Außenminister bestätigt Tötung von Hamas-Chef Sinwar”, 18. Oktober 2024. URL: https://www.tagesspiegel.de/internationales/bei-heutigem-luftangriff-in-gaza-israelischer-aussenminister-bestatigt-totung-von-hamas-chef-sinwar-12553205.html — Zitat: „Sinwar war 1988 wegen Mordes an vier mutmaßlichen Kollaborateuren und zwei israelischen Soldaten von Israel verurteilt worden.”
[15] Der Spiegel, „Israel meldet Tod von Hamas-Chef in Gaza”, 17. Oktober 2024. URL: https://www.spiegel.de/ausland/yahya-sinwar-israel-meldet-tod-von-hamas-chef-in-gaza-a-3863186e-aed0-409b-92b2-a588b8277ada — Zitat: „Für die Tötung zweier israelischer Soldaten wurde er zu viermal lebenslanger Haft verurteilt.”
[16] Der Spiegel, „Israels Streitkräfte prüfen möglichen Tod von Hamas-Chef”, 17. Oktober 2024. URL: https://www.spiegel.de/ausland/yahya-sinwar-israels-streitkraefte-pruefen-moeglichen-tod-von-hamas-chef-a-71b11a91-ac8e-4ca8-b3b6-a1c2fd2cae12
[17] Der Spiegel, „Das ‚Monster von Gaza’ führt künftig die Hamas”, 6. August 2024. URL: https://www.spiegel.de/ausland/yahya-sinwar-das-monster-von-gaza-fuehrt-kuenftig-die-hamas-a-61989814-e513-4225-ad6d-fb45506b3884 — Zitat: „Wegen der Tötung zweier israelischer Soldaten wurde er viermal zu lebenslanger Haft verurteilt.”
[18] Der Spiegel, Bildergalerie, 18. Oktober 2024. URL: https://www.spiegel.de/ausland/yahya-sinwar-bildergalerie-der-mann-der-den-schlimmsten-terrorangriff-in-israels-geschichte-verantwortet-a-4544bbbd-4074-40c9-afc8-1633e7e34ef2
[19] Die Zeit, „Hamas wählt Hardliner zum neuen Anführer im Gazastreifen”, 13. Februar 2017. URL: https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/gazastreifen-israel-hamas-chef-jahia-sinwar — Zitat: „Weil er an der Entführung und Tötung des israelischen Soldaten Nachschon Wachsman im Jahr 1994 beteiligt gewesen war, wurde er zu viermal lebenslänglicher Haft verurteilt.” Anmerkung: Doppelt falsch — Sinwar wurde 1988 verhaftet und saß seit 1989 im Gefängnis; er konnte 1994 an nichts beteiligt gewesen sein.
[20] Focus, Gastbeitrag, 17. Oktober 2024. URL: https://www.focus.de/politik/ausland/nahost/experte-analysiert-das-ist-das-zentrale-problem-das-der-hamas-fuehrer-hinterlaesst_id_260379498.html — Zitat: „1989 wurde er zu mehreren lebenslangen Haftstrafen verurteilt, jedoch nicht wegen der Tötung von Israelis, sondern von Palästinensern.”
[21] Israel Hayom, „’I strangled them with my own hands’: Chilling transcript of 1989 questioning of Yahya Sinwar revealed”, 16. Oktober 2024. URL: https://www.israelhayom.com/2024/10/16/i-strangled-them-with-my-own-hands-chilling-transcript-of-1989-questioning-of-yahya-sinwar-revealed/ — Sinwars Verhaftung durch den Shin Bet und anschließendes Verhör.
[22] The Jerusalem Post, “Fundamentally Freund: Making murder respectable”, 2014. https://www.jpost.com/opinion/columnists/fundamentally-freund-making-murder-respectable-355815 — Sgt. Avi Sasportas, entführt am 16. Februar 1989 an der Hodaya Junction.
[23] The New York Times, “Israel Recovers Remains of Missing Soldier”, 31. Juli 1996. URL: https://www.nytimes.com/1996/07/31/world/israel-recovers-remains-of-missing-soldier.html — Ilan Saadon, entführt am 3. Mai 1989 auf dem Highway nach Ashkelon durch als orthodoxe Juden verkleidete Hamas-Militante.
[24] Ronen Bergman, Rise and Kill First: The Secret History of Israel’s Targeted Assassinations, Random House, 2018. ISBN: 978-1400069712. Über 1.000 Interviews mit israelischen Geheimdienstlern. Der Mossad versuchte 2010, Bergmans Recherche zu sabotieren. National Jewish Book Award 2018 in der Kategorie Geschichte. David Remnick (The New Yorker) nannte Bergman „arguably Israel’s best investigative reporter.”
[25] Mahmoud al-Mabhouh, zuvor aufgezeichnetes Interviewmaterial, ausgestrahlt nach seiner Ermordung durch den Mossad in Dubai am 19. Januar 2010. Al-Mabhouh beschrieb die Entführungen und Tötungen von Sasportas und Saadon im Detail.
Ronen Bergman, “The Dubai Job”, GQ, Januar 2011: https://www.gq.com/story/the-dubai-job-mossad-assassination-hamas
Al Jazeera: https://www.aljazeera.com/news/2010/2/7/to-israel-i-am-stained-with-blood
[26] Israel Hayom, „’I strangled them with my own hands’: Chilling transcript of 1989 questioning of Yahya Sinwar revealed”, 16. Oktober 2024. URL: https://www.israelhayom.com/2024/10/16/i-strangled-them-with-my-own-hands-chilling-transcript-of-1989-questioning-of-yahya-sinwar-revealed/ — Zehn Seiten Verhörprotokoll aus den Archiven des Obersten Gerichtshofs. Opfer namentlich benannt: Rasmi Salim (mit Lappen erstickt), Adnan Safur (mit Keffiyeh erwürgt), Fathi Issa (Kehle zugedrückt), Hussein al-Sir (erschossen). Meir Shamgar, pensionierter Präsident des Obersten Gerichtshofs, zitiert in Bezug auf Hauszerstörungs-Urteil.
[27] Emi Palmor, Interview mit Jewish Insider, „’No one appealed against Oct. 7 mastermind Sinwar’s 2011 prison release’”, 21. Mai 2024. URL: https://jewishinsider.com/2024/05/emi-palmor-gilad-shalit-hostage-release-negotiations/
[28] David Remnick, „Notes from Underground: The life of Yahya Sinwar, the leader of Hamas in Gaza”, The New Yorker, 3. August 2024. Basierend auf dem sechsseitigen Verhörprotokoll aus den Archiven des israelischen Militärgerichts, datiert auf den 8. Februar 1999, Identifikationsnummer 955266978, Verhörer Sergeant David Cohen. URL: https://www.newyorker.com/magazine/2024/08/12/yahya-sinwar-profile-hamas-gaza-war-israel
[29] Stellungnahme des Militäranklägers im Militärgericht Gaza, circa 2001, aus dem Plea-Deal-Verfahren. Veröffentlicht von Globes aus der Begnadigungsakte. Originaltext: „קשר עם אחרים מהכלא ומחוצה לו על מנת לחטוף חיילי צה”ל, והכול על מנת להביא לשחרור אסירי חמאס מהכלא.” URL: https://www.globes.co.il/news/sparticle.aspx?did=1001480968
[30] Gilad-Shalit-Austausch, 18. Oktober 2011. 1.027 palästinensische und arabisch-israelische Gefangene für einen israelischen Soldaten. Offizielle Gefangenenliste des israelischen Gefängnisdienstes (IPS), veröffentlicht von Ynet. URL: https://www.ynet.co.il/articles/0,7340,L-4135283,00.html — Hintergrund: Times of Israel, „For years, Netanyahu propped up Hamas. Now it’s blown up in our faces.” URL: https://www.timesofisrael.com/for-years-netanyahu-propped-up-hamas-now-its-blown-up-in-our-faces/

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